Widerspricht man seinem Chef?

Diese Frage hat sich bestimmt schon einmal jeder gestellt. Ist es sinnvoll dem eigenen Chef zu widersprechen oder gar ins Wort zu fallen. Wann sollte man es machen und wann nicht und wieso ist das vielleicht für mich wichtig?

Gabelstapler führen? Das darf nicht jeder in Deutschland! Man besucht Kurse, legt eine Prüfung ab. Damit keine Paletten abstürzen, keine Menschen überrollt werden.

Mitarbeiter führen? Das darf jeder in Deutschland. Man besucht keine Kurse, braucht keine Qualifikation. Weshalb Führungskräfte oft den falschen Kurs einschlagen. Und Mitarbeiter unter die Räder kommen.” – Spiegel

Das was der Spiegel damit sagen möchte ist, dass in Deutschland jeder befugt ist über Mitarbeiter zu verfügen, egal ob er fähig ist dies zu tun oder nicht. In vielen Fällen kann dieser Vorfall aber auch negativ auf das Gesamtbild wirken. Sehen wir uns doch dafür einmal ein Beispiel an, ich möchte fast sagen, dass beste und interessanteste Beispiel der Neuzeit, welches vor einigen Tagen veröffentlicht wurde.

Android-takes-bite-out-of-appleTim Cook (CEO Apple Inc.) erzählt in einem Interview, dass er schon damals gegen die Klagen in Richtung Samsung gewesen ist und das, zu der Zeit war er noch zweiter hinter Steve Jobs, mit Jobs beraten hat. Cook sah damals schon, dass es zu Problemen führen kann, wenn man die Firma verklagt, welche einem selbst die Hardware für die “Super Phones” liefern. Denn ein Großteil der Hardware kam damals aus dem Hause Samsung. Einige Beispiele für das iPhone 4 waren der  Flash Memory, DRAM Speicher und den Applications Processor (via). Also alles samt wichtige Hardware-Teile, ohne die das iPhone nicht funktioniert. Cook sah das schon damals und war daher gegen die Klagewelle. Es ist nicht bekannt, wie er es Jobs mitgeteilt hat, wenn er es überhaupt tat, doch er hat es so wie es scheint nicht so gemacht, dass Jobs überzeugt war. Das Resultat kennen wir alle, Apple hat Samsung verklagt und tut es immer noch.

Doch wie bringt uns das zu unserem Thema zurück. Cook hätte vielleicht vehementer argumentieren sollen, Jobs überzeugen, wenn er sieht das es richtig ist.

Wichtig ist, bevor man gegen seinen eigenen Chef vor geht und Ihm wieder spricht, sollte man folgende Regeln beachten:

  1. Prüfe die Argumentation mehr als ein mal
  2. Prüfe sie noch einmal
  3. Spreche vorher mit anderen Mitarbeitern
  4. Spreche mit dem Chef alleine, nicht vor den anderen Mitarbeitern

Wenn man diese Regeln einhält, dann geht der Weg schon in die richtige Richtung. Wichtig ist allerdings vor allem, sich total sicher zu sein. Jeder Fehlschritt der nicht begründet werden kann, könnte zu einer Abmahnung führen, denn Chefs lassen sich leider ohne Grund nicht wirklich gerne in Ihre Arbeit hinein reden.

Übrigens, wenn man seinem Chef widerspricht und die Argumentation Hand & Fuß hat, dann zeugt das auch von Schneid und einer inneren Stärke, welche bei manchen Chefs wirklich gut an kommt und die Karriere fördern kann, was aber nicht heißt, dass ihr nun eurem Chef auf jeden Fall beim nächsten Wort widersprechen müsst ;) .

Als kleinen Tipp habe ich hier noch ein paar weiterführende Links zu interessanten Post’s und Forendiskussionen.

Wie ist der bloß Chef geworden?  – Spiegel
Chefqualitäten/Wunschvorstellung – Kanunu
Mobbing durch  Chef – Kanunu

Sascha Lewandowski

Ich bin Sascha, einer der Inhaber dieser Publikation. Wenn du mehr über mich wissen möchtest, schau dir doch einfach einmal die Seite mit meinem Namen an, da findest du alle Informationen über mich und mein Leben als IT-Systemadministrator und DevOp.

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1 Response

  1. 3. September 2017

    […] allem aber einer Zeit voller Zusammenhalt. Ein Team zu führen heißt also nicht jemandem etwas zu delegieren, sondern das Lehren neuer Fähigkeiten, sowie das zusammen Arbeiten in einer Einheit. Funktioniert […]

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