Wie wirkt das mobile Internet auf die Menschen

Zunächst einmal die Information, dass was nun kommt ist ein kritischer Kommentar, alles was darin enthalten ist, entspricht der Wahrheit und ist durch Fakten fundiert. Mag es die Werbung, Statistiken oder anderes sein.

Vor gut einem Jahr habe ich mich schon einmal mit dem Thema Sucht beschäftigt. Damals ging es um ein ähnliches Thema, um die Sucht des mobilen Internet’s und der damit verbundenen 100% Erreichbarkeit 24 Stunden, 7 Tage die Woche.

Dort waren zum einen die Frage nach dem, was wir aufgeben und nachdem was so gefährlich ist im Mittelpunkt.

Geben wir nur die Selbstständigkeit auf, oder geben wir uns selbst auf?

Diese Frage kann man nicht wirklich beantworten, damals sprach ich von Apps, die unsere Selbstständigkeit verringern und uns nicht mehr zum handeln anregen, weil das Smartphone, das System diese Aktionen automatisiert übernimmt. Die Navigations-App übernimmt das lesen der Landkarte, Google Now z.B. sagt uns wann wir was machen müssen und die Sprachunterstützung alias Siri übernimmt sogar das eintippen, dass wir nur noch reden müssen. Ist das wirklich von Vorteil oder entwickelt sich der Mensch nach und nach zu einer Maschiene, zu einem Cyborg? Natürlich gibt es da auch wieder zwei Seiten, die einen nennen es natürlich die Weiterentwicklung und Perfektionierung des Menschen, die anderen sagen, dass genau das widerlich ist. Wenn es gewollt ist, dass der Mensch das kann, dann hätte er es von seiner Geburt an. Aber das sagte man damals den Gebrüdern Wright auch, als sie das Flugzeug erfanden…

Die Frage hier ist nicht etwa geben wir uns auf, sondern wie weit lassen wir es zu, das die Maschine Gewalt über uns hat.

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Ab wann wird das Onlineleben als Spam bezeichnet und ist es zu privat alles unterwegs zu posten?

Stellen wir uns einmal vor, oder nein das brauchen wir nicht. Schauen wir uns nur einmal die Seiten von Facebook und Twitter an. Es gibt einige User, welche mehr als 10.000 Kommentare oder Posts haben. Das nicht etwa wie zu vermuten ist in einem längeren Zeitraum, nein meist schon im SMS oder ICQ Format mit möglichst vielen Smilies. Überlegen wir nun einmal wenn wir das hinunter rechnen, vorausgesetzt der Wert 10.000 ist nun 1 Monat. Ein Monat hat grob genommen 31 Tage, dann wären das 323 Posts und/oder Tweets am Tag von einer Person. Jeder Postbote würde seine Haare in der Luft zerreißen. Oder wenn wir uns das einmal technischer an sehen, jeder Mailserver würde beide Seiten als Spam deklarieren, weil dieser Traffic einfach anormal ist.

Hinzu kommt, dass mittlerweile ja alles im Netz geteilt wird. Das mobile Internet ermöglicht einem von jedem Ort in der Welt aus seinen Status Up-zu-Daten. Sehr oft auf Kosten der folgenden User, wie der angehende Cyborg (Ein Mensch der mit einer Maschiene verbunden wird) in der Computerwelt genannt wird, auch wenn ich bei dem heutigen Menschen noch nicht von einem Cyborg reden möchte und sollte.

Umfrage in sozialen Netzwerken zur drohenden Onlinesucht haben erschreckendes ergeben

Ich habe aus Recherchezwecken eine Umfrage in den drei großen sozialen Netzwerken geschaltet (Facebook, Twitter, Google+) und eine Menge an Feedback bekommen, aus Gründen des Personenschutzes werde ich aber keine Namen nennen. Interessant war es, da sich mehrere Generationen in die Konversation integriert haben. Zum einen die Jungen, für welche das Smartphone ja wie eine Standleitung funktioniert und dann aber auch die etwas älteren, welche früher noch Briefe geschrieben haben. Es gab sehr interessante Eindrücke, welche zum Teil aber auch beängstigend waren, was man selber beim Lesen auch schon erfährt. So schrieb zum Einstieg jemand folgendes:

Da ich grade Probleme mit meinem richtigen Internetzugang habe, kann ich auf mein Smartphone nicht verzichten, da man mittlerweile echt stark auf Internet angewiesen ist.
Solange ich aber Internet zu Hause habe, bin ich nicht wirklich auf mobiles Internet angewiesen und würde es nicht allzu arg missen.
Natürlich ist es schon praktisch Applikationen wie “WhatsApp” zu nutzen, eine normale SMS bzw. ein Anruf reicht aber auch vollkommen aus, da die Preise mittlerweile auch nicht mehr so hoch sind, wie vor knapp 5 Jahren.

Wenn man es so ließt, ist es etwas was viele Jugendliche nun so wie es dort steht unterschreiben können. Doch das interessante dahinter, man erkennt eine Sucht. Der Private Internetanschluss ist nicht aktiv und man selber verspürt eine Art Entzug, man verpasst etwas. Ich selber musste fest stellen, dass es bei mir nicht anders war, ich hatte eine ähnliche Situation, nur genau umgekehrt. Ich habe kein Smartphone gehabt, keine mobile Erreichbarkeit und ich hatte die ersten beiden Tage echte Probleme. Ich selber versuchte mir das schön zu reden, indem ich mir sagte, das liegt an der Verlustangst, dass mein Smartphone nicht wieder repariert werden kann – Dem war nicht so.

Ich fühle mich nackt ohne Smartphone! beängstigent… – Facebookuser 1

Völliger Schwachsinn, denn früher hat man ja auch keine Telefonzelle hinter sich hergezogen, nur um erreichbar zu sein. – Facebookuser 2

Das nennt man “Ratched effect”… Etwas zu kennen/lernen ohne die Möglichkeit zum Ausgangspunkt zurück zu kommen. Ein Beispiel: das Rad – Facebookuser 1

Bei dieser Konversation wird der Generationen unterschied klar, wenn auch der Kommentar von Facebookuser 2 leicht ironisch gemeint scheint. Doch der Ratchet Effekt ist etwas interessantes was man sich einmal ansehen sollte. Andere Kommentare sind allerdings dann wieder sehr beängstigend, weil man bei der Nutzung von Smartphones und Tablets von innerer Ruhe spricht.

Es ist im Grunde ein auf eine merkwürdige Art beruhigendes Gefühl wenn man weiß dass man im zweifel jederzeit erreichbar ist… Man sollte irgendwo vielleicht für sich selbst auch mal n’cut machen… – Facebookuser 3

Doch wo wird dieser “Cut” gesetzt? Eine Idee wird durch einen weiteren Facebookuser genannt und durch einen anderen User genauer beschrieben

Worauf ***** mit seinem Bild aufmerksam macht nervt mich allerdings auch sehr oft. Ich meine, wenn ich mit Freunden in eine Kneipe gehe, will ich da auch mit Freunden in ne Kneipe gehen und keine “Wir surfen alle im Netz und sprechen kein Wort miteinander- Party” veranstalten. Hin und wieder mal kurz schauen ob man Nachrichten hat ist ja ok, aber einige übertreiben das wirklich. Das gilt auch für viele Beiträge hier im Xichtsbuch… Manche posten ja ihren gesammten Tagesablauf. Aber naja wer Spaß daran hat. Wenn ich zu sehr zu gespamt werde wird halt geblockt und gut.

Wer kennt diese Situation nicht. Sucht zeigt sich nicht immer im Entzug, sondern noch mehr in der Kommunikation, “Einmal schnell aufs Handy schauen“. Aus einmal werden viele male und man ist nur noch dabei auf sein Handy zu schauen, dabei ist es egal wo das passiert, ob im Restaurant, im Kino oder sogar bei den Eltern auf der Hochzeit.

Fazit:

Mein Fazit ist, dass die digitale Sucht, mag es nach mobiler Kommunikation, 100% Erreichbarkeit oder das Home Entertainment sein, was hier ein wenig kürzer gekommen ist, nicht eingeengt werden kann. Keiner kann es verhindern, aber wir können es verlangsamen. Jeder von uns wird nach und nach mehr technisiert, das bringt die Zeit mit sich. Was können wir machen, wir können uns informieren uns der Materie öffnen und wir können z.B. auch mal zwischendurch eine Landkarte nutzen und nicht auf Google Maps oder iOS Maps vertrauen. Denn wer weiß, vielleicht entdeckt der ein oder andere dann noch eine komplett neue Seite an sich.

Sascha Lewandowski

Ich bin Sascha, einer der Inhaber dieser Publikation. Wenn du mehr über mich wissen möchtest, schau dir doch einfach einmal die Seite mit meinem Namen an, da findest du alle Informationen über mich und mein Leben als IT-Systemadministrator und DevOp.

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